Die berüchtigte Frage nach der Familienplanung im Bewerbungsgespräch

Im Bewerbungsgespräch ist die Frage nach Kinderwunsch der Kandidatin nicht zulässig. Das Interesse Ihres Gegenübers an dieser Frage wird vor allem dann genährt, wenn Sie einen festen Partner, ein eigenes Haus oder ein bestimmtes Alter haben. 

Was tun Sie, wenn Sie Ihnen doch gestellt wird? Ein Hinweis darauf, dass diese Fragen nicht erlaubt sind, bringt Ihnen leider keine Sympathiepunkte. Eine mögliche Entgegnung könnte sein, dass Sie sich zunächst keine oder nicht mehr Kinder vorstellen können. Vielmehr wollen Sie in den nächsten Jahren an der Verwirklichung Ihrer beruflichen Ziele arbeiten. Sie machen  deutlich, dass ihre beruflichen und privaten Ziele in den Job münden, auf den Sie sich gerade bewerben und sich zu einem späteren Zeitpunkt Entwicklungsmöglichkeiten in Richtung eines höherwertigen Jobs in diesem Unternehmen vorstellen können. Wenn Sie bereits Kinder haben, betonen Sie Ihre Fähigkeiten Beruf und Familie zu vereinbaren.

Die Fragen nach Ihrer Familienplanung kann auch verdeckt gestellt werden. Die gestellten Fragen zeigen ein Interesse an Ihrer gesamten Person. Erkundigt wird sich nach dem Partner oder die Partnerin oder die Wohnsituation und Ihre Zufriedenheit damit beziehen. Lenken Sie in einer solchen Situation das Gespräch immer wieder auf die berufliche Sphäre. Und begegnen Sie den Unterstellungen indirekt, indem Sie zwar erzählen, dass Sie beispielsweise im Vorort im Haus mit Garten leben. Dabei betonen Sie aber, wie gut dieser Vorort an das öffentliche und kulturelle Leben in der Stadt angebunden sei. 

Wie Sie sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten und dabei gut präsentieren, können Sie am 25. Oktober bei BER-IT in der Veranstaltung "Das Vorstellungsgespräch: Chancen nutzen – Stolpersteine überspringen" üben. Auch Inpäd bietet ein Training zum Vorstellungsgespräch an: "Auf den Punkt gebracht: Vorstellungsgespräche" (nächster Termin: 11. Oktober).