Kurze Elternzeit beeinträchtigt die Karrierechancen von Müttern

Vater, Mutter und Kind

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Für erwerbstätige Mütter und die Rückkehr an den Arbeitsplatz gilt: Wie sie es machen, machen sie es in Bezug auf ihre Karrierechancen verkehrt.

Frauen, die nur zwei Monate Elternzeit nehmen, haben schlechtere Chancen, wenn sie sich bei einem anderen Arbeitgeber bewerben. Dies zeigt eine vorveröffentlichte Studie von Lena Hipp vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB). Demnach werden Mütter, die nur kurz Elternzeit nehmen, häufig als egoistisch und zu ehrgeizig wahrgenommen. Bei Bewerbungen haben sie auch Jahre später noch schlechtere Chancen als Mütter, die länger zuhause waren. Weiter wurde untersucht, wie sich die Länge der Elternzeit bei Männern auswirkt. Dabei kam ein ganz anderes Ergebnis heraus: Bei Vätern spielt sie für ihre Bewerbungschancen keine Rolle.

Eine Lösung könnte eine egalitärere Aufteilung der Elternzeitmonate sein - sieben Monate für jedes Elternteil. In der Studie wird auch vom Gesetzgeber verlangt, Einfluss zu nehmen und bei den derzeitigen Regelungen in Richtung einer paritätischen 50:50-Aufteilung zu drängen oder die zwei Partnermonate auf vier auszudehnen. 

Interview mit Lena Hipp im Deutschlandfunk