Firmen schauen vor der Personalauswahl immer öfter ins Internet

Nach einer vom Bundesverbraucherministerium in Auftrag gegebenen Studie nutzen Unternehmen zunehmend das Internet, um sich über StellenbewerberInnen zu informieren.

Für Sie als Bewerberin kann das sowohl von Vor- als auch von Nachteil sein: Wissen Sie, was über Sie im Internet steht? Dem sollten Sie auf jedem Fall Beachtung schenken!

Die Mehrzahl der Unternehmen sucht allgemein zugängliche Informationen im Web. Ein Drittel immerhin bezieht jedoch auch die Recherche in sozialen Netzwerken mit ein wie etwa Facebook, StudiVZ oder LinkedIn.

Nachteilig können dabei Negativaussagen über die Arbeit, unseriöse Bilder aus dem Freizeitbereich oder von der Bewerbung abweichende Angaben wirken. Bei einem Viertel der Unternehmen kommt es vor, dass Bewerber wegen Informationen aus dem Internet nicht eingestellt werden. Ihre Online-Präsentation kann aber auch positiv wirken und Ihnen nützen: fast zwei Drittel der befragten ArbeitgeberInnen bewerten es als positiv, wenn im Internet Hinweise auf Hobbys und soziales Engagement der BewerberInnen stehen. Wenn im Internet gar keine Informationen über die BewerberIn zu finden sind, wird dies neutral bewertet.

Um so wichtiger ist es für Sie zu wissen, welche Informationen über Sie im Netz stehen und zu entscheiden, welche Inhalte Sie bespielsweise in einem oder mehreren der genannten Netzwerke veröffentlichen.

Wenn Sie Ihr Profil in einem Netzwerk privat nutzen und dies auch so bleiben soll, dann schützen Sie Ihre Seiten besser vor fremden Blicken. Lassen Sie sie nur von Ihren FreundInnen oder Ihren Kontakten sehen. Sperren Sie Suchmaschinen aus.

Wenn es Ihnen aber auch nützen kann, so können Sie diesen Weg auch aktiv verfolgen: Legen Sie sich ein oder mehrere beruflich nutzbare Profile zu. Präsentieren Sie sich online, zeigen Sie mehr von sich als in den Unterlagen, die Sie versenden. Das kann immer noch im geschützten Rahmen geschehen: Sie können gezielt bestimmen, was öffentlich lesbar ist. Verfolgen Sie eine Online-Bewerbungsstrategie!

Die dimap-Studie erhalten Sie hier als PDF-Download.