Karriereförderndes Networking - wichtig für alle!

Nicht nur für Selbständige, auch für Erwerbslose sind Kontakte wichtig. Viele Jobs werden gar nicht erst ausgeschrieben, sondern gleich direkt vermittelt. Es soll sich sogar um Zweidrittel aller zu vergebenen Jobs handeln. An einer solchen Vorgehensweise ist gar nichts Verwerfliches: Wenn Sie jemanden suchen, der Ihren PC oder Ihr Auto reparieren soll, dann ist Ihr erster Schritte auch oft in Ihrem Bekanntenkreis nach Empfehlungen zu fragen. In Deutschland hat Vitamin B (B von Beziehungen) aber einen schlechten Ruf. Vor allem Frauen schrecken davor zurück. Warum eigentlich? Sie beschränken sich damit auf das übrigbleibende Drittel der Jobs. Von dem überwiegenden Teil der zu vergebenen Jobs bekommen Sie ja gar nichts mit. Diese gehen an Ihnen vorbei! Auf Kontakte zu bauen, ist ja nicht gleichbedeutend mit Vetternwirtschaft und dem Erschleichen von Vorteilen.

Die meisten Menschen unterschätzen über wieviele Kontakte sie bereits verfügen. Hilfreich ist ein mindmap oder ein Schaubild, mit dem Sie aufschreiben, wen Sie kennen (Familie, FreundInnen, KollegInnen, Vorgesetzte, VereinsfreundInnen, NachbarInnen... Nehmen Sie dabei auch deren Kontakte in den Blick, beispielsweise die Freunde Ihrer Freunde. Auf diese Weise kommen schnell zahlreiche Kontakte zusammen.

Für den Aufbau von Kontakten besuchen Sie möglichst viele Veranstaltungen, Seminare, Stammtische beruflicher Art. Nutzen Sie auch alle anderen Gelegenheiten, damit Sie Leute kennenlernen können, die einen ähnlichen beruflichen Hintergrund oder ähnliche Interessen haben. Ziel ist ersteinmal möglichst viele Kontakte aufzubauen, dieses können Sie später systematischer angehen.

Im Internet finden Sie virtuelle Netzwerke, oder auch Newsgroups und Mailinglisten über die Sie Kontakte zu Gleichgesinnten finden. Institutionalisierte Netzwerke und Berufsverbände können Ihre erste Anlaufstelle sein. Hier ist die gegenseitige Förderung und Unterstützung der Mitglieder erklärter Vereinszweck.