Aussichten von Frauen in MINT-Berufen sind eingeschränkt

Wissenschaftlerinnen des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) weisen auf eingeschränkte Berufsaussichten für Frauen in den sogenannten MINT-Berufen hin. Hierzu wurde eine neue Studie mit dem Titel "Wer mehr Ingenieurinnen will, muss bessere Karrierechancen für Frauen in Technikberufen schaffen" veröffentlicht. Dabei wurde klar, dass Frauen mit einem abgeschlossenen Studium in MINT-Berufen beim Berufseinstieg auf größere Schwierigkeiten stoßen als Männer. Eine geringere Beschäftigungsquote, schlechte Aufstiegschancen und Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf führen laut den Autorinnen Lisa Pfahl und Heike Solga dazu, dass sich nur wenige junge Frauen für eine Ausbildung oder ein Studium in diesen Bereichen entscheiden.

Ursachen für die Benachteiligung von Frauen gegenüber Männern sind nicht fehlende Kompetenzen und Leistungen in MINT-Fächern. Frauen in den Naturwissenschaften und Technikstudiengängen studieren im Durchschnitt schneller und sind leistungsstärker. Stattdessen sind wesentliche Ursachen Arbeitslosigkeit beim Berufseinstieg und nach Erwerbsunterbrechungen sowie Wiedereinstiegsprobleme in adäquate berufliche Positionen.

Die Ergebnisse der Studie sind im WZBriefBildung vom April 2009 erschienen. Dieser kann herunter geladen werden unter http://www.wzb.eu/publikation/wzbriefbildung.de.htm.