Deutscher Weiterbildungsatlas - Studie zu Weiterbildungsangeboten und -beteiligung

Studie belegt regionale Unterschiede in der Erwachsenenbildung

In einigen Regionen werden Auffälligkeiten beim Weiterbildungsverhalten deutlich. Ergebnisse der regionalen Fallstudien belegen, dass es sowohl fördernde als auch hemmende Faktoren für die Bildungschancen Erwachsener gibt. Dabei zeigen sich Unterschiede im Weiterbildungsverhalten, die in Bezug zu den regional unterschiedlichen Niveaus und Angeboten in der Weiterbildung stehen.

Viele Studien zeigen, dass Bildungschancen in Deutschland ungleich verteilt sind. Dies gilt auch für die Weiterbildung. Dass sich die Bildungschancen Erwachsener jedoch nicht nur in den üblichen Merkmalen wie Herkunft oder in demografischen Faktoren unterscheiden, sondern auch regional unterschiedlich sind, belegen jetzt die Analysen empirischer Daten, die das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) in der Publikation „Deutscher Weiterbildungsatlas“ vorlegt. 

Die Daten bilden die Weiterbildungsbeteiligung der Bevölkerung ab 25 Jahren in den 96 Raumordnungsregionen der Bundesrepublik Deutschland ab und erfassen die regionalen Weiterbildungsangebote. Ein Schwerpunkt der Untersuchung lag auf den regional spezifischen Disparitäten des Weiterbildungsverhaltens für Bevölkerungsgruppen mit geringer Weiterbildungsbeteiligung wie z.B. Geringqualifizierte. Die Fallstudien zu sechs ausgewählten Regionen, u.a. Spreewald-Lausitz und Donau-Iller legen nahe, dass es regional unterschiedliche förderliche und hemmende Kontextfaktoren für die Bildungschancen Erwachsener gibt. 

Die Federführung der Studie lag beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE), das die empirischen Daten in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt, den Forschungs-datenzentren der statistischen Landesämter in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie dem Forschungsdatenzentrum des IAB zusammengestellt hat. Der Bericht wurde überwiegend durch die Bertelsmann Stiftung finanziert.

Der „Deutsche Weiterbildungsatlas“ steht komplett und ungekürzt auf wbv Open Access zur Verfügung (www.wbv.de/artikel/14---1127w).