Digital zur Gleichberechtigung?! - Digitalisierung fördert Gleichstellung

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Laut einer international angelegten Studie der Unternehmensberatung Accenture kann die Digitalisierung schneller zur Gleichberechtigung im Job führen. Wie digitale Technologien jedoch genutzt werden, ist länder- und geschlechtsspezifisch sehr unterschiedlich.

In sechzehn der einunddreissig untersuchten Länder erreichen Frauen ein höheres Bildungsniveau als Männer - unter anderem, weil sie digitale Technologien effektiver nutzen.

Gender Gap schneller schließen

Neue berufliche Chancen entstehen für Frauen, da sie dank der Digitalisierung flexibler arbeiten können und stärker von neuen Berufsbildern profitieren. Männer ziehen daraus zwar ebenfalls Vorteile im Job, doch hat die "Digital Fluency" (diesem Begriff kommen die deutschen Begriffe Medien-, Netz- oder digitale Kompetenz am Nahesten) einen wesentlich stärkeren Einfluss auf die Karrierechancen von Frauen. 

Die Fähigkeit, digitale Technologien alltäglich zu nutzen, wird so grundlegend wie die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können. Laut der Studie könnte die Geschlechtergerechtigkeit am Arbeitsplatz in Industriestaaten um fünfundzwanzig Jahre schneller erreicht werden - nämlich bereits im Jahr 2040 -, wenn das Tempo der digitalen Qualifizierung von Frauen verdoppelt werden würde.

Digitale Skills immer wichtiger

Digital Fluency ist fundamental – aber nicht alles. Digitalisierung und digitale Kompetenz von Frauen reichen aber nicht aus, um die Gleichstellung der Geschlechter in der Arbeitswelt voranzubringen. Während "Digital Fluency" Frauen zwar dabei hilft, in ihrer Karriere schneller voranzukommen, ist es noch nicht gelungen, den Abstand zu Männern in Führungspositionen zu verringern. 

Vor allem deutschsprachige Länder haben Aufholbedarf.

Die Ergebnisse der Studie können Sie in einem PDF-Dokument lesen.