Neue Studie zum Wandel der Lebensformen in Berlin

Frau liest zwei Kindern vor

Die Ergebnisse einer vom Senat beauftragten aktuell vorgelegten Studie zum Wandel der Lebensformen zeigt eine deutliche Veränderung in den Lebensverhältnissen. Die klassische Familie - Mutter, Vater verheiratet mit Kind(ern) -  ist überholt. In Berlin ist die Zahl der verheirateten Menschen von 52 Prozent (1996) auf 41 Prozent (2013) gesunken, deutschlandweit von 61 auf 54 Prozent. Berlin kommt im Bundesvergleich eine Vorreiterrolle in Bezug auf den allgemeinen Trend zu modernen Lebensformen zu. Minderjährige Kinder wachsen in zunehmendem Maße bei unverheirateten Eltern und Alleinerziehenden auf. Familien mit Migrationshintergrund leben eher in traditionellen Lebensformen, folgen aber tendenziell dieser Entwicklung.

Vor allem der hohe Anteil alleinerziehender Familien zeigt, dass es einer Familienpolitik bedarf, die allen Familien mit Kindern gleichermaßen zugutekommt. Alleinerziehende sind zu über 90 Prozent Frauen. Fast die Hälfte von ihnen ist von Armut bedroht. Hier ist gezielte und systematische Unterstützung nötig, um ihnen und ihren Kindern ein Leben ohne materielle Not zu ermöglichen.


Die Studie kann per E-Mail bei der Pressestelle der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration bestellt werden.