Strategie Europa 2020: Soziale Gerechtigkeit in der beruflichen Weiterbildung

Die EU hat sich im Bereich der beruflichen Weiterbildung anspruchsvolle Ziele gesetzt.
Der Anteil der Erwachsenen (zwischen 25 und 64 Jahren) an Maßnahmen der allgemeinen und beruflichen Bildung soll von augenblicklich 9,3 Prozent auf 15 Prozent im Jahr 2020 steigen. Gleichzeitig soll mehr soziale Gerechtigkeit beim Zugang zu beruflicher Weiterbildung erreicht werden.
Dies hat die EU in ihrem strategischen Rahmen für die ‚Allgemeine und berufliche Bildung 2020‘ (ET 2020) und in den gesetzten ‚Prioritäten einer verstärkten Zusammenarbeit im Bereich berufliche Bildung im Zeitraum 2011-2020‘ festgelegt. 

Aktive Weiterbildungspolitik gefordert
Weiterbildungsaktiv sind vor allem Menschen, die bereits über ein hohes Qualifikationsniveau verfügen und deren Arbeit zum Weiterlernen motiviert. Die europäischen Bildungsministerinnen und Bildungsminister fordern deshalb im Brügge-Kommuniqué dazu auf, an den Rahmenbedingungen zu arbeiten, die benachteiligten Menschen den Zugang zur beruflichen Weiterbildung erleichtern.

EU orientiert auf flexible Zugänge

Neben den bildungsbiografischen Hürden ist die Beteiligung an bestimmten Maßnahmen nicht selten nur auf der Grundlage von zertifizierten Abschlüssen möglich. Deshalb sollte, nach Auffassung des Rates der EU, spätestens 2015 damit begonnen werden, einzelstaatliche Verfahren für die Anerkennung und Validierung des nicht formalen und informellen Lernens zu entwickeln.

Hilfen durch Beratungsdienste
Angebote für lebenslanges Lernen sollen noch stärker als bisher mit Orientierungs- und Beratungsdiensten verknüpft werden.
Mit dem für 2012 geplanten komplexen Förderprogramm zur beruflichen Weiterbildung soll zur Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung der Beschäftigten beigetragen werden.

Der ESF 2014+
Die Europäische Kommission schlägt vor, Investitionen in Bildung, Qualifizierung und lebenslanges Lernen ab 2014 zu einer von vier Förderprioritäten des ESF zu machen.

Zum Brügge-Kommuniqué (PDF-Dokument) kommen Sie hier.

Zu den 'Prioritäten einer verstärkten Zusammenarbeit im Bereich berufliche Bildung' (PDF) kommen Sie hier.

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