Vereinbarkeit für Alleinerziehende

Mit einem engmaschigen Netz an Unterstützung will das Bundesfamilienministerium Alleinerziehenden den Alltag erleichtern helfen. Den Startschuss für das Projekt „Vereinbarkeit für Alleinerziehende“ hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen am 15. Mai, dem Internationalen Tag der Familie, gegeben.

Die bundesweit zwölf Pilotstandorte, die jeweils ein Jahr lang mit bis zu 40.000 Euro im Jahr gefördert werden, sollen hauptsächlich bereits vorhandene Angebote praktisch bündeln. In Zusammenarbeit von Arbeitsagenturen und Arbeitsgemeinschaften mit Unternehmen, Verbänden, Kammern, Bildungs- und Jugendhilfeträgern, Lokalen Bündnissen für Familie und Mehrgenerationenhäusern soll so eine Infrastruktur entstehen, die Alleinerziehende im Alltag unterstützt. Die Angebote reichen vom Mittagstisch über Hol- und Bringdienste, Ferien und Notfallbetreuung, Unterstützung in Erziehungs-, Weiterbildungs- und Alltagsfragen.

Der Bedarf an Unterstützung ist offenkundig, denn trotz ausgeprägter Erwerbsneigung können Alleinerziehende entweder gar nicht oder nur eingeschränkt einer Berufstätigkeit nachgehen. Das hat Folgen: So beziehen vier von zehn Alleinerziehenden für sich und ihre Kinder Hilfe zur Grundsicherung. 800.000 Kinder von Alleinerziehenden sind armutsgefährdet.

Daten und Fakten zum Thema "Alleinerziehende" (BMFSFJ)