Weiterbildung per Fernlernen immer beliebter - Begleitung der Lernprozesse durch Bildungsberatung erforderlich

Das BIBB macht in einer aktuellen Veröffentlichung auf die steigende Anzahl der "FernlernerInnen" und die weitere Ausdifferenzierung der Bildungsangebote aufmerksam. Damit kommt der Bildungsberatung eine noch wichtigere Rolle zu. In einer solchen Beratung ließen sich z.B. folgende Fragen klären: Wie findet man das passende Angebot? Wie lassen sich Fernlernen mit Beruf und Familie vereinbaren?

Innerhalb der letzten Jahre ist die geschätzte Zahl der Fernlernenden und Fernstudierenden von ca. 265.000 in 2003 auf knapp 400.000 in 2010 gestiegen. Darunter sind meist Erwerbstätige, die sich berufsbegleitend und weitgehend orts- und zeitunabhängig fortbilden und (anerkannte) Abschlüsse erwerben. Auffallend ist des weiteren ein hoher Anteil an Fernstudierenden ohne formale Hochschulzulassung - damit leisten diese Bildungsangebote einen wichtigen Beitrag zum lebensbegleitenden Lernen und zur Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung.

Bei einer Befragung von  8.611 Interessierten und Teilnehmenden 2009 zeigte sich, dass im Vorfeld zwar internetgestützt nach Informationen gesucht, aber online weniger Bildungsberatungsangebote vor allem keine trägerunabhängige Beratung in Anspruch genommen wurde. Online-Bildungsberatungsangebote sind bisher kaum etabliert, gleichwohl sind netzgestützte Technologien beim Fernlernen absolut gebräuchlich.

Gefragt wird auch nach den Konsequenzen, die sich daraus für für die Bildungsberatung ergeben.

Das BIBB verweist auch auf die Wichtigkeit von lernprozessbegleitender Unterstützung bei Fernlehrgängen oder -studien. Weitere Informationen zu Weiterbildungsbeteiligung und Fernunterrichtsstatistik können Sie u.a. hier lesen (PDF-Download).