Weniger Stellenanzeigen in Berlin
In Berlin wurden 2025 insgesamt 462.309 Online-Stellenanzeigen erfasst. Das sind 11 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf 10.000 Beschäftigte kamen 3.074 Stellenanzeigen. Damit ist das Angebot insgesamt rückläufig – die Entwicklung unterscheidet sich jedoch deutlich zwischen den einzelnen Berufsfeldern.
Welche Berufe waren besonders gefragt?
An der Spitze der Berliner Top-Berufe stehen Büro- und Sekretariatskräfte ohne Spezialisierung auf Fachkraftniveau.
1. Büro- und Sekretariatskräfte - Fachkraft
2. Berufe in der Buchhaltung - Spezialist*in
3. Berufe in Werbung und Marketing - Spezialist*in
4. Berufe in der Softwareentwicklung - Spezialist*in
5. Berufe in der IT-Anwendungsberatung - Spezialist*in
6. Berufe in der Kinderbetreuung und -erziehung - Spezialist*in
7. Berufe im Vertrieb (außer IKT) - Expert*in
8. Aufsichtskräfte in Unternehmensorganisation und -strategie
9. Berufe im Kundenmanagement - Spezialist*in
10. Berufe im Verkauf ohne Produktspezialisierung - Fachkraft
Im Vergleich zu 2024 hat sich an den vorderen Plätzen relativ wenig verändert. Besonders deutlich ist die Entwicklung bei einigen Gesundheits- und Sozialberufen: Medizinische Fachangestellte stiegen von Platz 20 auf Platz 13, Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege von Platz 15 auf Platz 12 und Berufe in der Altenpflege von Platz 27 auf Platz 18.
Welche Teilqualifikationen werden gesucht?
Der Jobmonitor betrachtet nicht nur ganze Berufsgruppen, sondern auch einzelne Teilqualifikationen (TQ) – also konkrete Tätigkeiten und Kompetenzen, die in Stellenanzeigen verlangt werden.
In Berlin steht 2025 die Teilqualifikation „Assistenz- und Sekretariatsaufgaben erledigen“ an erster Stelle. Damit bestätigt sich die große Bedeutung von Büro- und Verwaltungstätigkeiten auch auf Ebene einzelner Kompetenzen.
Was bedeutet das für die berufliche Neuorientierung?
Der Berliner Stellenmarkt ist 2025 insgesamt kleiner geworden. Gleichzeitig zeigt der Jobmonitor, dass die Entwicklung je nach Beruf sehr unterschiedlich ausfällt. Büro und Verwaltung, Buchhaltung, IT, Vertrieb, Kinderbetreuung sowie Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufe gehören zu den Bereichen mit besonders hoher Nachfrage.
Für die berufliche Orientierung lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die Gesamtzahl der Stellenangebote zu schauen. Entscheidend ist auch, welche konkreten Tätigkeiten und Kompetenzen Arbeitgeber*innen suchen.
Methodik des Jobmonitors
Der Jobmonitor wertet Online-Stellenanzeigen aus. Die Zahl der erfassten Anzeigen ist daher nicht mit der Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten offenen Stellen gleichzusetzen. Die Daten zeigen vielmehr, welche Berufe und Qualifikationen auf dem Online-Stellenmarkt besonders häufig nachgefragt werden.
Der Jobmonitor wurde 2026 methodisch aktualisiert; dabei wurden der Algorithmus für die Berufe optimiert und die Filterung angepasst. Daher sind jahresübergreifende Vergleiche schwierig.
Quelle: Jobmonitor der Bertelsmann Stiftung, Regionenreport Berlin, Daten für 2025