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Bildungszielplanung 2026 der Berliner Agenturen für Arbeit und Jobcenter

Die Agenturen für Arbeit Berlin Süd, Nord und Mitte sowie die Berliner Jobcenter haben gemeinsam mit den Partnern des Rahmenarbeitsmarktprogramms ihre Bildungszielplanung für 2026 vorgelegt. Ziel ist es, die Erwerbsbeteiligung in Berlin zu erhöhen und den wachsenden Fachkräftebedarf der Unternehmen gezielt zu decken.

Bild: andreas160578- Pixabay

Gemeinsame Grundsätze der Partner des Rahmen-Arbeitsmarktprogrammes für Berlin

Die Planung entsteht in enger Zusammenarbeit der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg mit Senatsverwaltungen, Handwerkskammer, IHK, DGB und den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB). Sie definiert die inhaltliche Ausrichtung geförderter Weiterbildungsmaßnahmen für Arbeitsuchende und Beschäftigte.

Ausbildung, Digitalisierung und betriebsnahe Qualifizierung im Fokus

Im Mittelpunkt stehen Qualifizierungen, die zu anerkannten Berufsabschlüssen nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung führen. Bereits vorhandene Kompetenzen sollen dabei stärker berücksichtigt und individuelle Bildungswege ermöglicht werden.

Zugleich reagieren die Angebote auf den strukturellen Wandel der Arbeitswelt. Digitalisierung spielt berufsübergreifend eine zentrale Rolle – sowohl inhaltlich als auch methodisch, etwa durch den Einsatz moderner Lernformen wie Virtual Reality. Vorrang haben betriebsnahe Qualifizierungen und Einzelumschulungen, mit dem klaren Ziel der anschließenden Beschäftigungsaufnahme.

Besondere Zielgruppen und Branchen

Für junge Menschen unter 25 Jahren hat die reguläre Erstausbildung weiterhin Priorität. Erwachsene ohne Berufsabschluss sollen verstärkt beim nachträglichen Erwerb eines Abschlusses unterstützt werden.

Ein besonderer Qualifizierungsbedarf wird weiterhin in flughafenbezogenen Berufen, im Automotive-Bereich, in wissensintensiven Dienstleistungen sowie in der Pflege gesehen. Trotz Reform der Pflegeausbildung bleibt der Fachkräftebedarf hoch und wird durch den demografischen Wandel weiter steigen – auch in Helfer- und Assistenzberufen.

Orientierungsrahmen für Förderung

Die Bildungszielplanung dient den Agenturen für Arbeit und Jobcentern als Orientierungsrahmen für individuelle Förderentscheidungen. Bildungsträger werden frühzeitig über die Schwerpunkte informiert, um ausreichende Qualifizierungskapazitäten in Berlin sicherzustellen. Ergänzend fließen Angebote der Sprachförderung, Kompetenzentwicklung und umschulungsbegleitende Hilfen ein.

Konkrete Informationen: Bildungszielplanung Berlin 2026 (PDF)