Das diesjährige Motto ist: equal pay every day
Nach wie vor gibt es einen geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied: Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) liegt dieser 2025 bei 16 Prozent. Nachdem er im Vorjahr bereits von 18 % auf 16 % gesunken war, stagniert er nun wieder. 16 Prozent sind immer noch 16 Prozent zu viel!
Wie wird der Gender Pay Gap berechnet?
Der unbereinigte Gender Pay Gap wird jedes Jahr mit einer europaweit einheitlichen Berechnungsmethode ermittelt und ist wissenschaftlich belegt. Er beschreibt, wie viel geringer der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen im Vergleich zu dem von Männern ausfällt, und zwar über alle Berufe, Branchen, Karrierelevel und Beschäftigungsumfänge hinweg. Werden diese Faktoren herausgerechnet, ergibt sich der bereinigte Gender Pay Gap, der beschreibt, wie viel geringer der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen im Vergleich zu dem von Männern bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Beschäftigungsumfang ausfällt.
In Deutschland lag der unbereinigte Gender Pay Gap 2025 bei 16 Prozent, der bereinigte bei 6 Prozent.
Equal pay every day
Unter diesem Motto rückt die Equal Pay Day Kampagne 2026 in den Fokus, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt und auswirkt. Vom Erlernen von Rollenbildern in Kindheit und Jugend über die Berufswahl und die Familiengründung bis zur Rente und weiblichen Altersarmut: Anhand der verschiedenen Lebensabschnitte wird deutlich, wie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen Lohngleichheit immer wieder erschweren und mit welchen Stellschrauben es gelingen kann, das zu ändern und equal pay Realität werden zu lassen – nicht nur punktuell, sondern an jedem Tag.
Mehr Informationen zur Kampagne und wie Sie sich bei den Aktionen beteiligen können unter www.equalpayday.de