Weiterhin Mikrokredite in Berlin möglich
Der „Mikrokredit aus dem KMU-Fonds“ der IBB bietet Darlehen von bis zu 50.000 Euro für Gründung und Wachstum. Förderfähig sind unter anderem Gründer*innen, freiberuflicher Unternehmen sowie bestehende gewerbliche und freiberufliche Unternehmen mit Betriebsstätte in Berlin. Bei bestehenden Unternehmen kann der Kredit beispielsweise für Erweiterungen oder die Vorfinanzierung konkret vorliegender Aufträge eingesetzt werden.
Eine bankübliche Besicherung ist nicht erforderlich. Allerdings müssen selbstschuldnerische Bürgschaften übernommen werden. Die Laufzeit beträgt in der Regel sechs Jahre, davon ist ein Jahr tilgungsfrei. Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden.
Weitere detaillierte Informationen zum IBB-Mikrokredit (mit Tutorial, Online-Infovorträgen, Beispielen u.v.a.)
Das frühere Bundesprogramm
Der Mikrokreditfonds Deutschland unterstützte Kleinstunternehmen und Gründer*innen mit Krediten von bis zu 20.000 Euro. Ziel war es, auch Menschen den Zugang zu Finanzierung zu ermöglichen, die bei herkömmlichen Banken nur schwer einen Kredit erhalten.
Das Programm wurde aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundes finanziert und ist zum 30. Juni 2026 ausgelaufen.
Warum Mikrokredite für Frauen wichtig sind
Kleine Kredite können besonders für Gründerinnen interessant sein, die mit wenig Eigenkapital starten oder nur einen überschaubaren Finanzierungsbedarf haben. Frauen gründen in Deutschland häufiger im Nebenerwerb und setzen bei ihren Gründungen im Durchschnitt weniger Finanzmittel ein als Männer. Gleichzeitig kann die Finanzierung ein Grund dafür sein, dass Gründungsvorhaben nicht umgesetzt werden. Mikrokredite können hier eine Finanzierungslücke schließen – etwa für notwendige Anschaffungen, Betriebsmittel oder die Vorfinanzierung von Aufträgen.