Migrant*innen auf dem Arbeitsmarkt
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist Deutschland zunehmend auf Zuwanderung angewiesen. Sinkende Geburtenzahlen und eine alternde Bevölkerung führen dazu, dass das Erwerbspersonenpotenzial langfristig schrumpft. Die gezielte Einwanderung von Arbeits- und Fachkräften kann einen wichtigen Beitrag leisten, um Arbeitskräfteengpässe zu mildern, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu sichern und soziale Sicherungssysteme zu stabilisieren.
Zentrale Fragen sind dabei, in welchem Umfang Migration dem Rückgang und der Alterung der Erwerbsbevölkerung entgegenwirken kann und welche politischen Rahmenbedingungen dies begünstigen. Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene wurden in den vergangenen Jahren Regelungen weiterentwickelt, um die Zuwanderung von Erwerbspersonen und qualifizierten Fachkräften zu erleichtern – etwa durch vereinfachte Anerkennungsverfahren, neue Aufenthaltstitel oder erleichterten Arbeitsmarktzugang.
Ebenso entscheidend ist jedoch die erfolgreiche Integration von Migrant*innen. Dazu gehören der Zugang zu Bildung, Ausbildung und Weiterbildung, transparente und faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt sowie Maßnahmen zur sozialen Teilhabe und kulturellen Integration. Sprachförderung, Anerkennung ausländischer Abschlüsse und eine frühe Arbeitsmarktintegration spielen hierbei eine Schlüsselrolle.
Diese und weiteren Fragen sind Thema von umfassenden Untersuchungen beim IAB. Auf der IAB-Website sind Publikationen und laufende Projekte zur Beschäftigung Älterer im Rentenalter und zu alternativen Rentenmodellen auf einer Sonderseite bereitgestellt: https://iab.de/themen/sonderthemen/migrantinnen-auf-dem-arbeitsmarkt.