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Studienfinanzierung mit Bildungsfonds

Teilnehmende eines Seminars

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Studierende benötigen heutzutage mindestens 600 € im Monat für ihre Lebenshaltung. Zusätzliche Studiengebühren, etwa bei privaten Hochschulen oder im Ausland, können diese Ausgaben noch deutlich erhöhen. Den Großteil dieser Kosten erhalten viele von ihren Eltern, andere bekommen Bafög oder gehen nebenbei arbeiten. Wer nicht zu diesem Personenkreis gehört, oder seine Kosten nicht vollständig decken kann, dem stehen als (zusätzliche) Finanzierungsquelle Bildungsfonds zur Verfügung.

Im Gegensatz zu Studienkrediten, wie etwa dem der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), werden Bildungsfonds durch einkommensabhängige Zahlungen nach dem Examen getilgt. Die Rückzahlungen beginnen somit erst nach dem erfolgreichem Berufseinstieg, wenn ein Mindesteinkommen erzielt wird. Sie zahlen dabei „nur“ einen prozentualen Anteil Ihres monatlichen Einkommens zurück, wobei die Höhe und Laufzeit bereits bei Vertragsabschluss individuell und in Hinblick auf die jeweiligen Karriereaussichten festgelegt werden. In der Regel sind später durchschnittlich zwischen vier uns zehn Prozent vom monatlichen Bruttoverdienst über einen Zeitraum von vier bis acht Jahren abzuführen. Wer also später viel verdient, zahlt daher auch mehr zurück, wer aber wenig verdient, zahlt weniger und muss sich darüber hinaus nicht wie bei Krediten um eine zunehmende Zinslast sorgen.

Über einen Bildungsfonds können Sie auch ein Vollstudium im Ausland finanzieren - der Studienkredit der KfW gilt nur für Studierende einer deutschen Hochschule. Nachteil: Für einen Bildungsfonds müssen sich die BewerberInnen einem sehr aufwändigen Auswahlverfahren unterziehen, bei dem die Anbieter von den eigenen Qualifikationen und Berufsaussichten überzeugt werden müssen. 

Mehr zum Thema finden Sie auf der Webseite bildungsfonds.de